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Salz – weißes Gold mit Multifunktion (Teil 1)

Salz schützt Dich vor Übergewicht und Herzkrankheiten!

Salz ist für das menschliche Leben von genauso großer Bedeutung wie Wasser. Denn der Mensch wurde aus dem Meer geboren – und wir tragen noch heute den Salzgehalt des Urmeeres in uns. Weder ohne Wasser noch ohne Salz können wir überleben.

Deine Tränen enthalten Salz, Dein Schweiß enthält Salz und Deine Körperzellen sind von einer salzhaltigen Flüssigkeit umgeben. Dein Körper strebt ein ausgewogenes Gleichgewicht von Salz immer wieder an. Dennoch wird Salz heute verteufelt: Zu viel Salz sei ungesund, denn es erzeuge Bluthochdruck. Warum kursiert dieses Gerücht? Warum schützt Dich Salz sogar vor Herzkrankheiten? Warum führt mehr Salz zu einer schlanken Linie? Und wieviel Salz benötigst Du schlussendlich um all seine Vorzüge auszukosten? All diese Fragen beantworte ich heutigen Blogpost für Dich.

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Salz – das Multifunktionstalent

Salz ver

Kurz gesagt: Ein Leben ohne Salz ist nicht möglich!

Salz (Natriumchlorid) benötigt Dein Körper für die Aufrecherhaltung einer optimalen Blutmenge. Dein Herz benötigt Salz, um Blut durch Deine Adern bzw. Deinen Körper zu pumpen. Ohne Salz kann Dein Körper keine Nahrung verdauen und Deine Nerven können nicht miteinander kommunizieren, denn die Weiterleitung von Nervenimpulsen ist ohne Salz nicht möglich. Salz ist unerlässlich für starke Knochen und verhindert, dass Deine Zellen verdursten (Dehydration). Auch Fortpflanzung ist ohne Salz unmöglich.

WAS IST EIGENTLICH SALZ?

Salz besteht hauptsächlich aus zwei Mineralien: Natrium und Chlorid. Natrium ist das am häufigsten vorkommende Mineral in Deinem Körper. Es bildet die Flüssigkeit, in der alle Deine Zellen schwimmen und von der alle Deine Zellen umgeben sind. Chlorid hingegen ist das wichtigste negativgeladene Ion in Deinem Körper. Durch seine negative Ladung sorgt es zusammen mit anderen Elektrolyten dafür, dass Deine Zellen ansteuerbar bleiben, indem es das Ruhemembranpotenzial* Deiner Zellen reguliert. Ein Mangel an beiden Mineralien ist verbunden mit einer erhöhten Sterblichkeit!

Während Tafelsalz fast zu 99% aus diesen zwei Mineralien besteht, bestehen natürliches Steinsalz, Himalayasalz oder Urmeersalz nur zu 95–97% aus Natrium und Chlorid. Die restlichen 3–5% sind 82 weitere natürliche Mineralien, bzw. alle Elemente, die auf der Erde vorkommen und für eine Balance im Körper sorgen.

*An der Zellmembran jeder Deiner Zellen besteht eine elektrische Spannung, das sogenannte Ruhemembranpotential von ca. 70mV. Ohne eine Aufrechterhaltung des Ruhepotentials wäre die Weiterleitung von Nervenimplusen nicht möglich. Sprich: Im Körper wäre keine Kommunikation zwischen Deinen Zellen möglich.

Salz-Blutdruck-Mythos von 1904

Die Wissenschaftler Ambard und Beauchard waren 1904 die ersten, die den großen Salz-Blutdruck-Mythos erschufen. Sie waren der Meinung, dass eine erhöhte Salzaufnahme zu mehr Durst führe, wodurch der Körper an Wasser festhielte. Dadurch erhöhe sich das Blutvolumen, was schlussendlich zu einem erhöhten Blutdruck führe. Ab diesem Zeitpunkt entbrannte ein wahrer „Salz-Krieg“ zwischen namhaften Wissenschaftlern. Die einen behaupteten, Salz sei nicht der Übeltäter für Bluthochdruck, die anderen waren von der Salz-Bluthochdruck-Hypothese stark überzeugt. Doch bis heute ist die Datenlage zu dünn, um diese Hypothese zu belegen. Dennoch wird Tausenden von Patienten mit Bluthochdruck noch immer empfohlen, ihren Salzkonsum zu reduzieren.

  • Fakt ist, dass 80 Prozent aller Menschen mit normalem Blutdruck überhaupt nicht auf die angeblich blutdrucksteigernde Wirkung von Salz reagieren. Selbst 55 Prozent aller Menschen mit ausgeprägtem Bluthochdruck durch Salz keine Auswirkungen auf ihren Blutdruck erfahren.
  • Hinzukommt, dass die potenziell wissenschaftlich belegte blutdrucksteigernde Wirkung von Salz nur minimal ist (ca. 1mmHg). Die Nebenwirkungen einer salzarmen Diät sind viel gravierender, als dieser geringe Anstieg des Blutdrucks.

Salz – der beste Schutz vor Herzerkrankungen

Mittlerweile ist belegt, dass eine salzarme Ernährungsweise das Herz sogar schädigen kann, weil durch den Salzmangel unter anderem Stresshormone ausgeschüttet werden. Das ist eine Schutzreaktion des Körpers, um einen weiteren Salzverlust zu verhindern. Die Ausschüttung der Stresshormone Renin, Adrenalin, Noradrenalin und Aldosteron steigert Deine Herzfrequenz. Hierdurch kann sich Dein Herz nicht mehr ausreichend entspannen.

Herzkrankheit

Leider wirken sich chronisch erhöhte Stresshormone negativ auf Deine Herzgesundheit aus.

Übrigens: Im 16. Jahrhundert lag die tägliche Salzaufnahme geschätzt bei ca. 40g täglich, im 18. Jahrhundert sogar bei ca. 70g, also deutlich höher als die momentan empfohlene Höchstmenge von fünf Gramm Salz pro Tag.

Eine ausreichende Salzaufnahme ist also vielmehr Voraussetzung für einen gesunden Gefäßwiderstand Deiner Arterien, Venen und Kapillaren, denn Salz sorgt für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt. Salz ist also der beste Schutz für Dein starkes Herz.

Dein Salz-Thermostat im Körper: Wie viel Salz benötigst Du?

Die optimale Aufnahme von Salz ist für die Funktionsweise Deiner Zellen sehr wichtig. Deshalb besitzt Dein Körper ein eingebautes Salz-Thermostat im Gehirn: den Hypothalamus. Im Hypothalamus werden Signale aus dem ganzen Körper gesammelt und verarbeitet, um gegebenenfalls „Notaktionen“ einzuleiten, damit Dein Körper in der „Salz-Balance“ bleibt (Stichwort: Homöostase). Das Verlangen nach Salz ist daher biologisch völlig normal, ähnlich wie Dein Durstgefühl. Hast Du also ein großes Verlangen nach Salz, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Dein Körper dieses gerade dringend benötigt.

Fazit: Wenn es um Salz geht, spricht Dein Körper ganz genau mit Dir. Jetzt ist es Zeit, ihm endlich zuzuhören! Im Grunde genommen weiß Dein Körper nämlich besser als alle Fachleute (inklusive mir), wie viel Salz er gerade benötigt …

Weniger Salz = innerliches Verhungern Deiner Zellen = mehr Gewicht

Ja, Du hast richtig gelesen: Zu wenig Salz führt zu einer Steigerung Deines Gewichts. Verringerst Du Deinen Salzkonsum, gerät Dein Körper in Panik, denn er braucht Salz zum Überleben. Dein Körper wehrt sich, indem er unter anderem den Insulinspiegel erhöht, denn das Hormon Insulin hilft den Nieren dabei, mehr Natrium zurück zu resorbieren.

Fett durch schwache Leber 1

Bedauerlicherweise „sperrt“ ein hoher Insulinspiegel ebenfalls Energie in Deine Fettzellen ein, sodass diese vorerst nicht mehr zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen. Die Folge: Du kommst bei einem Salzmangel (aufgrund des hohen Insulinspiegels) nicht an Deine Energiereserven und beginnst, hauptsächlich dickmachende Kohlenhydrate zu essen, da diese leicht zugänglich sind.

Doch nicht nur das: Ein chronisch erhöhter Insulinspiegel führt zur Insulinresistenz, begünstigt die Fettsäurenbildung in der Leber und fördert so die Entstehung einer Fettleber (mehr Infos zu Deinem Multitalent Leber findest Du in meinem Blogpost „Leber und Darm – ein Dreamteam”).

HEISSHUNGERATTACKEN UND NIKOTINSUCHT DURCH SALZMANGEL?

Wusstest Du, dass bei einem Salzmangel dieselben Suchtareale bzw. Belohnungszentren im Gehirn (Nucleus accumbens) aktiviert werden wie bei anderen Suchtsubstanzen? Je weniger Salz du isst, desto sensibler werden diese Suchtareale im Gehirn und reagieren folglich verstärkt auf die Salzaufnahme mit der Ausschüttung von Dopamin.

Leider führen die durch Salzmangel veränderten Gehirnareale dazu, dass Dein Belohnungsgefühl durch eine vermehrte Ausschüttung von Dopamin auch beim Konsum anderer Suchtsubstanzen (z.B. Zucker, Nikotin, Kaffee) verstärkt wird.

Kurz gesagt: Ein Salzmangel begünstigt Suchtverhalten und fördert somit Heißhungerattacken auf alles Mögliche.

Heute hast Du gelernt, warum Salz neben Wasser Dein wichtigstes Grundnahrungsmittel ist und dass Dich ein Salzmangel krank und fett macht. Im zweiten Blogpost über Salz rieseln alle Information rund um die energetische Wirkung von Salz auf Deinen Körper, unterschiedliche Salzqualitäten und warum „Sole“ Dein Elixier der Jugend ist.

Literaturverzeichnis

Kristallines Salz der Jugend aus dem Himalaya. Erwin Kaussner. EvivaVerlag, Siegsdorf, 2002

Der Salz-Irrtum: Warum Salz so wichtig ist und eine salzarmeErnährung krank macht. Di nicolantonio-James. 2018

PrystupaJ. “Fluorine – a current literature review. An NRC and ATSDR based review of safety standards for exposure to fluorine and fluorides.” ToxicolMech Methods. 2011 Feb;21(2):103-70.

Yu Y et al., “Neurotransmitter and receptor changes in the brains of fetuses from areas of endemic fluorosis.” Chinese Journal of Endemiology1996 15:257-259.

Choi AL et al., “Developmental fluoride neurotoxicity: a systematic review and meta-analysis.” Environ Health Perspect. Oct2012; 120(10): 13621368.

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