Wir beraten Dich gern: 030 403 669 390 (Montag–Donnerstag 10:00–17:00 Uhr)
030 403 669 390 (Mo.–Do. 10:00–17:00 Uhr)

Eiweiß – Die Quelle des Lebens (Teil 2)

Im ersten Teil des Blogposts zum Thema Eiweiß haben wir uns ausführlich mit der Bedeutung von Eiweiß im Körper auseinandergesetzt. Neben dem Thema Eiweißmangel, der biologischen Wertigkeit, haben wir zudem die Wichtigkeit eines gut funktionierenden Darms für eine optimale Eiweißverwertung thematisiert. Im zweiten Teil des Blogposts zeige ich Dir drei weitere Grundvoraussetzungen für eine gute Eiweißverwertbarkeit im Körper. Starke Ribosomen, eine gut funktionierende Schilddrüse und eine ausreichende Versorgung mit der Zündkerze Zink sind nötig um vom Eiweißschlucker zum Eiweißverwerter zu werden. Zudem verrate ich Dir mein Zaubertrunk-Rezept, mit dem Du mehr Power in alle Deine Zellen bringst.

Übrigens: Ein richtig gutes Eiweißpräparat aus biologischem Molkeneiweiß von grasgefütterten Allgäuer und Vorarlberger Heidekühen bekommst Du bei uns im Shop.

Viel Erfolg beim Eiweißoptimieren und alles Gute!

DFF Unterschrift

Dritte Grundvoraussetzung: starke Ribosomen (Eiweißfabrik) oder schlummernde Proteinbiosynthese im Körper?

Damit Dein Körper aus den gelieferten Aminosäuren der Nahrung neue „Körper-Proteine“ herstellen kann, ist neben einer gut funktionierenden Eiweiß-, bzw. Aminosäuren-aufnahme (im Darm) wichtig, dass Deine Proteinfabriken in den Zellen (Ribosomen) auf Hochtouren laufen.  Ribosomen sind verantwortlich für das Zusammenbauen der verschiedenen Aminosäuren zu vollfunktionstüchtigen Proteinen.

Der Körper muss also einen großen Umweg einlegen und muss das aus der Nahrung aufgenommene Eiweiß erst zerlegen, um es dann wieder zusammenzubauen. Das gibt dem Körper natürlich mehr Spielraum mit den verschiedenen Aminosäuren zu puzzeln und je nach Bedarf die verschiedensten Puzzles (Proteine) herzustellen.

Extra Info: Die Anleitung, wie die Puzzleteile zusammen gepuzzelt werden, bekommen die Ribosomen aus dem Zellkern (DNA).

Dr. Friederike Feil Akademie Blog Ernaehrung Eiweiss Ribosomen

Bei vielen Menschen schlummern die Ribosomen. Der Körper ist folglich, trotz ausreichender Eiweißzufuhr, nicht in der Lage, Körpereiweiß herzustellen. Du versetzt Deine Ribosomen in den Schlummermodus, indem Du ständig pausenlos futterst – mit vielen Zwischenmahlzeiten; regelmäßig Alkohol trinkst; ständig unter Strom stehst (Stichwort Stress und Kortisol) oder wenn Dein Körper übersäuert ist.

Schalte Deine Proteinbiosynthese auf Turbo

Zwei Hormone, das Jungbrunnen-Hormon HgH (Human Growth Hormon) und der innere Antrieb Testosteron, sind entscheidende Schalter, um die Proteinfabriken im Körper anzuschalten. Wer früh ins Bett geht, möglichst vor 23 Uhr, steigert die Ausschüttung dieser Hormone um ein Vielfaches. Neben ausreichend Schlaf wirken sich ein prall gefüllter Vitamin-D3‑Speicher sowie regelmäßige Essenspausen (Stichwort: Intermittierendes Fasten) oder ein intensives HIT-Training positiv auf die Ausschüttung dieser Hormone aus. Der Genuss von Rote-Bete-Saft und Arginin optimieren HgH und Testosteron und schalten Deine Proteinfabriken auf Turbo.

Vierte Grundvoraussetzung: gesunde Schilddrüse = starke Ribosomen und starke Zellkraftwerke

Viele amerikanische Athleten nehmen zusätzlich Schilddrüsenhormone ein, damit sie der Konkurrenz einen Schritt voraus sind und mehr Leistung bringen. Das ist nicht ganz legal, aber es wirkt. Eine ausreichende Produktion von Schilddrüsenhormonen ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung, damit der Körper starke Kraftwerke der Zellen (Mitochondrien) bilden kann und dass Deine Proteinfabriken der Zellen (Ribosomen) optimal funktionieren.  Zu wenig Schilddrüsenhormone führen also direkt zu einem Energiemangel und zur eingeschränkten Proteinbiosynthese, sprich zu Eiweißmangel in Deinem Körper. Arbeitet Deine Schilddrüse eingeschränkt, ist zudem das Jungbrunnen-Hormon HgH im Schlummermodus. Menschen mit Schilddrüsenproblemen fühlen sich daher oft müde und schlapp, werden dick und sind nicht in der Lage, Muskeln aufzubauen. Die Energie ist im Keller. Wer eine eingeschränkte Schilddrüsenfunktion hat, sollte seinen Jod-, Zink-, Selen- und Vitamin‑A-Haushalt optimieren, bevor er zu Schilddrüsenhormonen greift.

Fünfte Grundvoraussetzung: Zink – die Zündkerze für Eiweißverwertbarkeit

Zink ist an der Funktion von über 300 Enzymen des Stoffwechsels beteiligt und Bestandteil weiterer 50 Enzyme. Zink ist daher für zahlreiche Prozesse, unter anderem für Deine Eiweißsynthese im Körper, unentbehrlich. Zink fördert Deine starken Ribosomen und sorgt zudem dafür, dass der Bauplan (Anleitung) für Dein Körperprotein lesbar bleibt (Stichwort DNS/DNA und RNA).

Ohne Zink bildet sich also keine Hautzelle, wächst kein Haar und selbst Deine Verdauung ist eingeschränkt.

Tierische eiweißhaltige Lebensmittel liefern gleichzeitig ordentlich Zink. Bei pflanzlichen eiweißhaltigen Lebensmitteln ist deutlich weniger Zink enthalten und dieses weniger gut verwertbar als bei tierischen Lebensmitteln.

Bei Vegetariern und Veganern ist somit häufig nicht nur die Eiweißaufnahme zu niedrig, sondern es fehlt ihnen zusätzlich das Zink zur Verwertung des pflanzlichen Eiweißes.

FÜNF TOP-TIPPS, WIE DU DEINEN EIWEISSHAUSHALT WIEDER INS LOT BRINGST UND DEN TIGER IN DIR WECKST:

  1. Optimiere Deinen Eiweißkonsum!
    • Verwende in jeder Mahlzeit mindestens eine hochwertige Eiweißquelle, besser mehrere.
    • Iss tierisches Eiweiß nur in höchster Qualität (Demeter).
  2. Kombiniere pflanzliche Eiweißquellen mit tierischen für eine höhere biologische Wertigkeit.
  3. Warte mindestens einmal pro Jahr Deinen Darm (z. B. Dr. Friederike Feil Darmkur), damit alle Aminosäuren aus Deiner Nahrung aufgenommen werden.
  4. Hol Deine Proteinfabriken aus dem Schlummermodus und erhöhe Deine Proteinbiosynthese im Körper mit HIT-Training, Intermittierendem Fasten, gesundem Schlaf vor 23 Uhr, Rote-Bete-Saft und Arginin.
  5. Genieße regelmäßig einen Zaubertrunk fürs Tiger-Gefühl (mindestens dreimal pro Woche).

Literaturverzeichnis

  • Alexandrov N., Eelderink C., Singh-Povel C., Navis G., Bakker S., Corpeleijn E . Dietary Protein Sources and Muscle Mass over the Life Course: The Lifelines Cohort Study. Nutrients. 10(10). pii: E1471. doi: 10.3390/nu10101471.
  • Broer, S. & Broer, A. (2017) Amino acid homeostasis and signalling in mammalian cells and organisms. Biochem J. 474(12):1935-1963. doi: 10.1042/BCJ20160822
  • Guadagni, M. & Biolo, G. (2009). Effects of inflammation and/or inactivity on the need For dietary protein. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, 12, 617-622.
  • Cholewa, Dardevet D, Lima-Soares F., de Araújo Pessôa K., Oliveira P., Dos Santos Pinho J., Nicastro H., Xia Z., Cabido C., Zanchi N..(2017). Dietary proteins and amino acids in the control of the muscle mass during immobilization and aging: role of the MPS response.  Amino Acids. 49(5):811-820. doi: 10.1007/s00726-017-2390-9. Epub 2017 Feb 7.
  • Feil, F. (2018). Die Wirkung einer speziellen Ernährung auf Entzündungsmarker im Blut, die Krankheitsaktivität, die HRV, die Lebensqualität und die Beweglichkeit von Rheumatikern. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dissertation, 2018
  • Horn, F. (2015). Biochemie des Menschen. Das Lehrbuch für das Medizinstudium (6. Aufl.). Stuttgart: Thieme Verlag.
  • Soeters, P. Wolfe, R, Shenkin A. Hypoalbuminemia: Pathogenesis and Clinical Significance. JPEN J Parenter Enteral Nutr. 2018 Oct 4. doi: 10.1002/jpen.1451. [Epub ahead of print]
  • Moore D., Soeters P. (2015) The biological value of protein. Nestle Nutr Inst Workshop Ser. 2015;82:39-51. doi: 10.1159/000382000. Epub 2015 Oct 20.
  • S.W., Fachman, W. & Kraut, H. (2016). Die Zusammensetzung der Lebensmittel. Nährwert-Tabellen (8. Aufl.). Berlin: MedPharm Scientific Publishers.
  • Weickert, M. O. (2012). What dietary modification best improves insulin sensitivity and why? Clinical Endocrinology, 77, 508-512.

Diskutiere mit!

Schreibe einen Kommentar

Passend zum Thema

Neue Wege im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Neue Wege im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Ein Interview mit Thorsten Vogt Thorsten Vogt ist Gründer und Vorstand der Deutschen Glücks-Stiftung. Seit 2014 kauft er alte, heruntergekommene Häuser und verwandelt sie in echte „Glücksimmobilien“. 20 „Glückshäuser“ in ...
Weiterlesen …
Chlorella: Wirkung Deiner Glücks-Alge

Chlorella: Wirkung Deiner Glücks-Alge

Vorhang auf für Chlorella! Sie ist und bleibt der Superheld unter den Algen. Egal ob es um den Proteingehalt (bei Chlorella über 50%), den Chlorophyllgehalt, den Vitamin B12-Gehalt oder ganz ...
Weiterlesen …
Eisenmangel: 5 Tipps, die helfen

Eisenmangel: 5 Tipps, die helfen

Du fühlst Dich dauernd müde und hast Kopfschmerzen? Deine körperliche Leistungsfähigkeit und die Konzentration schwächeln, sodass Du heute mit dem Taxi fährst. Der Taxifahrer hilft Dir noch beim Einsteigen, Du ...
Weiterlesen …