Eiweiß macht krank. Fett macht fett. Und Kohlenhydrate sind böse. Nichts steckt derart voller Irrtümer und Mythen wie unser Wissen über Ernährung. Unser „täglich Brot“ wurde sprichwörtlich zur Wissenschaft gemacht, zur Schlacht der Studien. Anstatt intuitiv zu spüren, was und wie viel uns gut tut, lassen wir uns von den verschiedenen Verfechtern dogmatischer Ernährungsformen darüber verunsichern, was denn nun die perfekte Ernährungsform ist.

Heute möchte ich aufräumen mit dem Mythos, dass Kohlenhydrate per se böse sind. Ich werde Dir genau erläutern, in welchen Lebensmitteln die „lieben“ Kohlenhydrate stecken – und welche Du besser meiden solltest. Mehr noch: Ich gebe Dir eine Liste an die Hand, welche Kohlenhydrate Du ohne Reue genießen und welche Du lieber nur ab und zu in Deinen Speiseplan einbauen solltest. Außerdem erkläre ich Dir, warum man Bäcker auch als „Totengräber der Nation“ bezeichnen könnte – und warum durch eine dauerhafte Low-Carb-Ernährung Deine Schilddrüse schlapp macht.

Viel Freude beim Lesen und viele hilfreiche Erkenntnisse wünscht Dir

Deine Dr. Friederike Feil


Kohlenhydrate brennen wie Papier: kurz und knackig

Kohlenhydrate gehören neben Fett und Eiweiß zu den drei Makronährstoffen. Während Eiweiß und Fett unabdinglich für Dich sind, gibt es keine essentiellen Kohlenhydrate. Zum Überleben bräuchtest Du sie also nicht. Hat die „Sättigungsbeilage“ also wirklich nur den Nutzen zu sättigen?

Aus Kohlenhydraten kann der Körper sehr schnell Energie gewinnen. Deshalb ist eine kohlenhydratbasierte Ernährung vor allem bei Sportlern sehr beliebt. Allerdings brennen Kohlenhydrate recht schnell ab – wie Papier eben. Die gelieferte Energie verpufft sehr schnell wieder. Etwas länger hingegen benötigt Dein Körper Zeit, um aus Fett Energie zu gewinnen. Fette sind im Vergleich zu Kohlenhydraten allerdings wie Briketts. Sind sie erst einmal angezündet, liefern sie Dir wirklich lange Energie.

Die gelieferte Energie aus Kohlenhydraten verpufft sehr schnell – daher bist Du andauernd nur am Futtern. 

Da  Kohlenhydrate so schnell verbrennen, musst Du immer Brennstoff nachliefern, damit Dein „Feuer“ nicht erlischt, also damit Dir die Energie nicht ausgeht. Wer seine Ernährungsgrundlage auf Kohlenhydraten baut, der ist ständig am Futtern. Und dass ständiges Futtern nicht gut für Deinen Darm und Deine Gesundheit ist, das weißt Du ja bereits.

 

Achterbahnfahrt der Gefühle ääh der Energie

Isst Du eine sehr kohlenhydratlastige Mahlzeit, steigt Dein Blutzucker steil an. Als Reaktion auf die Mahlzeit schüttet Dein Körper große Mengen des Master-Hormons Insulins aus, damit der Blutzucker schnell wieder reguliert wird. Durch Insulin sinkt Dein Blutzucker rapide ab – und schon hast Du wieder Hunger. Schnell wird zum nächsten Snack – meist etwas Süßem – gegriffen. Und so geht die Achterbahnfahrt erst richtig los. Das fördert Entzündungsreaktionen im Körper und raubt Dir buchstäblich Deine Energie und Konzentration. Anstatt das Leben zu genießen und neue Dinge zu erschaffen, sitzt Du tief im Mittagsloch – ohne Energie und schlecht gelaunt.

5 Tipps: So hast Du den ganzen Tag Energie

Wer energiegeladen durch den Tag tanzen will, sollte unbedingt seinen Blutzucker stabilisieren. Hier gibt es fünf Tipps für Dich, wie das ganz schnell gelingt:

  1. Verwende weniger Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Brot und Reis
  2. Iss zu jeder Mahlzeit eine Portion Eiweiß (ca. 30 g)
  3. Verwende mehr gute Fettsäuren (weitere Infos zur fettschlauen Ernährung findest Du hier) 
  4. Verwende zu jeder Mahlzeit ausreichend Ballaststoffe in Form von Gemüse, Topinambur, ungeschälten Hanfsamen, Chiasamen, Sonnenblumenkernen etc.
  5. Iss in Ruhe und kaue jeden Bissen 20-30 Mal

 

 

Die Bäcker – die Totengräber der Nation

Allein in der Gegend in der ich wohne befinden sich fünf Bäckereien im Umkreis von 300 Metern. Täglich pilgern die Deutschen zu ihren geliebten Bäckereien, als ob sie Heilstätten wären. Dort holen sie sich ihren täglichen „Schuss“ ab – denn insbesondere die dort verkaufte Kombination aus Zucker und Weizen sorgt für einen Rauschzustand. Hier ist Vorsicht geboten, denn es besteht wirklich Suchtgefahr: Zucker erhöht die körpereigene Opioidbildung und im Weizen sind große Mengen opioider Exorphine enthalten. Deshalb machen Weizen und Zucker auch kurzfristig so glücklich – und wir kommen so schwer davon los.

WeizenWeizen – Ein Cocktail aus giftigen Stoffen

Durch Züchtung ist der Anteil an Gluten im deutschen Weizen in den letzten Jahren enorm gestiegen. Neben Gluten enthält Weizen aber auch weitere schädliche Stoffe wie Weizenlektine (WGA) und Amylasetrypsin-Inhibitoren (ATI). Diese schwächen das Immunsystem, machen die Darmschleimhaut löchrig wie Schweizer Käse, trüben Deine Sinne und behindern zum Teil die Nährstoffaufnahme wichtiger Mineralien.

 

ZuckerZucker – Feind Nummer 1 Deines Darms

Dass Zucker nicht das beste Lebensmittel für Dich ist, ist Dir sicherlich bekannt. Kritisch ist nicht nur die Belastung Deiner Leber durch Zucker – Zucker fördert auch das Pilzwachstum (Candida) im Darm. Und Candida willst Du ganz sicher nicht im Darm haben, denn der macht nicht nur die Darmschleimhaut löchrig, sondern beraubt Dich auch Deiner Energie.

 

Befreie Dich von Deiner Weizen & Zuckersucht!

Uuups – In den letzten Jahren zu viel Weizen & Zucker gegessen? Dadurch vielleicht ein paar unnötige Pfunde angesammelt? Macht nicht’s! In 17 Tagen flicken wir Deine löchrige Darmschleimhaut und holen den Mist aus Dir raus! Mach jetzt mit bei meiner Lebensenergie-Kur!

Aufgepasst! Low-Carb schadet Deiner Schilddrüse!

Wir Menschen neigen dazu, alles über einen Kamm zu scheren. Weil Weizen und Zucker Gift sind, sind nämlich nicht gleich alle Kohlenhydrate böse. „Low-Carb“ ist ein Ernährungstrend, der gefährlich werden kann. Denn ohne Kohlenhydrate leidet Deine Schilddrüse. Die Schilddrüse braucht nämlich hin und wieder einen ordentlichen Insulinschub, damit sie in der Lage ist ihre Wunderhormone zu produzieren. Diese sind der Zündfunke für all Deine Zellen.  👉🏻 Weitere Infos zur Gesundheit Deiner Schilddrüse findest Du mit einem Klick hier.

Das Bedeutet:

  • Kurzfristig Low-Carb: Pfunde ade .
  • Langfristig Low-Carb: Stoffwechsel ade.

Übrigens: als ich gemeinsam mit meiner Kollegin für vier Wochen eine Low-Darb (ketogene) Diät ausprobiert haben (ja wir testen alles für die Wissenschaft ;-), hatte ich so wenig Energie wie noch nie in meinem Leben. Und meine Kollegin hatte noch monatelang nach der Kur massive Probleme, ihre Hormone wieder in den Griff zu bekommen. Also immer Vorsicht vor Extremen: So funktioniert Dein Körper einfach nicht!

Gesunde Kohlenhydrat-Alternativen anstatt Low-Carb-Wahnsinn!

Anstatt Weizen, Zucker und Co heißt es folglich sich anständige Kohlenhydrat-Alternativen zu suchen in Form von Gemüsebergen, glutenfreien Getreide- beziehungsweise Pseudogetreidesorten und hochwertigen Hülsenfrüchten.

Deine Kohlenhydrat-Ampel weist Dir den Weg!


Ohne Einschränkungen zu genießen

  • Gemüse jeder Art
  • Beeren

In Maßen als Beilage zu genießen

  • Hirse
  • Buchweizen
  • Quinoa
  • Amaranth
  • Hülsenfrüchte
  • Kartoffeln
  • Süßkartoffeln
  • Reis (Basmatireis)
  • Emmer
  • Einkorn
  • Obst

Rot: Eher selten genießen

  • Roggen
  • Dinkel
  • Reis (weißer und brauner)
  • Mais

Feuerrot: Ganz selten genießen

  • Weizen
  • Zucker
Tipp: Wenn Brot, dann Sauerteigbrot!

Ja, die Deutschen verzichten ungern auf ihr Brot. Nicht von Ungefähr heißt die abendliche Mahlzeit nur in Deutschland „Abendbrot“. Deshalb gibt es ein gesundes Nussbrot in unserem Onlineshop. Und soll es doch mal ein „richtiges“ Brot sein, empfehlen wir ein traditionell geführtes Sauerteigbrot. Durch die Sauerteigführung werden einige ATI aus dem Getreide abgebaut. Hierdurch wird es deutlich besser verdaulich.

Stelle jetzt um auf „liebe“ Kohlenhydrate!

Gewohnheiten sind der härteste Klebstoff der Welt. Wir lösen ihn mit Dir. In nur 17 Tagen helfen wir Dir dabei, auf „gesunde“ Kohlenhydrate umzustellen – mit unserer Lebensenergiekur nach Dr. Friederike Feil. Während der geführten Darm-Vitalkur entrümpelst Du Deinen Darm, stärkst Deine Darmwand und bringst Deine Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Und nebenbei stellst Du wie von allein Deine Ernährung auf „gesund“ um – und das nachhaltig. Leckere Rezepte begleiten Dich dabei, in Dein neues, energiegeladenes Leben zu starten! Worauf wartest Du noch? Jetzt gleich anmelden, individuelles Startdatum auswählen und Energie tanken!

 

Das sagen andere Kurteilnehmer:

Claudia Röder

Claudia Röder, Kur 2020

„Geschafft! Yes-Jippie! Ein wunderbares Gefühl. Der Darm fühlt sich prima an, die Haut ist super weich, 4 kg habe ich abgenommen, mein Kopfweh ist weg, der Körper fühlt sich leichter an. Revuepassierend kann ich sagen, dass ich noch nie eine Kur so dermaßen konsequent und bewusst durchgeführt habe. Eure täglichen Mails waren so toll, so wichtig und so motivierend, genauso die Blogposts. Man hat sich dadurch aus der Ferne gut betreut gefühlt. Danke!“

 

 

 

 

 

Literaturverzeichnis

Atkinson, F. S., Foster-Powell, K. & Brand-Miller, J. C. (2008). International Tables of Glycemic Index and Glycemic Load Values: 2008. Diabetes Care, 31, 2281-2283. Cordain, L., Toohey, L., Smith, M. J. & Hickey, M. S. (2000). Modulation of immune function by dietary lectins in rheumatoid arthritis. The British Journal of Nutrition, 83, 207-217. De Lorgeril, M. & Salen, P. (2014). Gluten and wheat intolerance today: are modern wheat strains involved? International Journal Food Science and Nutrition, 65, 577-581. De Punder, K. & Pruimboom, L. (2013). The dietary intake of wheat and other cereal grains and their role in inflammation. Nutrients, 5(3), 771-787. Esposito, K., Maiorino, M. I., Di Palo, C. & Giugliano, D. (2010). Dietary glycemic index and glycemic load are associated with metabolic control in type 2 diabetes: The CAPRI experience. Metabolic Syndrome Related Disorders, 8, 255-261 Horn, F. (2015). Biochemie des Menschen. Das Lehrbuch für das Medizinstudium (6. Aufl.). Stuttgart: Thieme Verlag. Kolderup, A. & Svihus, B. (2015). Fructose Metabolism and Relation to Atherosclerosis, Type 2 Diabetes, and Obesity. Journal of Nutrition and Metabolism, 2015, 823081. Pusztai, A. (1993). Dietary lectins are metabolic signals for the gut and modulate immune and hormone functions. European Journal of Clinical Nutrition, 47, 691-699. Weickert, M. O. (2012). What dietary modification best improves insulin sensitivity and why? Clinical Endocrinology, 77, 508-512.

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