Wie gesund ist Kaffee wirklich?

von | Sep 30, 2018 | Ernährung | 0 Kommentare

Kaffee ist das am häufigsten getrunkene Lebensmittel in Deutschland; dreieinhalb Tassen trinken Durchschnittsdeutsche täglich. Es gibt kaum ein Getränk, das die Gesundheitsexperten und die Deutschen mehr spaltet als Kaffee. Die Ernährungsberater loben den Kaffee aufgrund seiner vielen Antioxidantien, wohingegen die meisten Heilpraktiker den Kaffee verteufeln. Sie sagen, Kaffee entwässert und übersäuert den Körper, was sich ungünstig auf den Säure-Basen-Haushalt auswirkt. Die meisten Menschen nutzen Kaffee als Wachmacher, doch für andere ist Kaffee ein Schlappmacher. Was stimmt denn nun? Wie gesund ist Kaffee wirklich? Und welche – gesünderen – Wachmacher-Alternativen gibt es?

Der Säure-Basen-Haushalt - Deine Lebensgrundlage

Sicherlich hast Du schon einmal vom Säure-Basen-Haushalt gehört. Ich möchte in diesem Blogpost gar nicht weiter darauf eingehen, sondern dieses Thema auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Trotzdem für Dich zum Verständnis:

Dein Körper ist ständig bestrebt, eine optimale Säure-Basen-Balance zu erhalten. Da basisches Blut (ph-Wert 7,35 bis 7,45) unsere Lebensgrundlage ist, scheidet der Körper ständig Säuren über Nieren, Darm, Lunge, Haut und Schleimhäute aus.

Ein „Zuviel“ an Säuren, was in der westlichen Gesellschaft leider überwiegend der Fall ist, beschleunigt Alterungsprozesse und verursacht viele Krankheiten. Eine übersäuerte Zelle ist nicht in der Lage, zu funktionieren und optimal zu arbeiten. Wie es um Deinen Säure-Basen-Haushalt steht, kannst Du leicht selbst durch regelmäßige Beobachtung Deines Urins feststellen.

Antioxidantienlieferant, oder Übersäuerung des Körpers durch Kaffee?

Nach dem Konsum von Kaffee ist der Urin sauer. Für Heilpraktiker der Beweis, dass Kaffee zur Übersäuerung des Körpers führt. Fürsprecher des Kaffees argumentieren hingegen, dass dies ein Zeichen sei, dass der Körper durch die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien vermehrt in der Lage ist, bereits im Körper vorhandene Säuren auszuscheiden. Ist Kaffee also doch ein Basenspender?

Ich wollte es genauer wissen. Über mehrere Wochen habe ich die Wirkung von Kaffee auf meinen Säure-Basen-Haushalt getestet. Ich besorgte mir pH-Streifen aus der Apotheke und maß eifrig im Urin meine pH-Werte. Trank ich Kaffee, war mein Urin kurze Zeit später viel saurer als an Tagen ohne Kaffee. Mit Kaffee lag der pH-Wert zwischen 5,2 bis 5,8 anstatt zwischen 6,5 und 7,6, wie ich es ohne Kaffee gewohnt war.

Zum besseren Vergleich testete ich ein hochbasisches Spezialgetränk, das ich mir selber mischte. Ist der Kaffee ein Basenspender, so müsste sich das hochbasische Spezialgetränk, ähnlich wie Kaffee, auf den Körper auswirken – und somit würden vermehrt Säuren ausgeschieden.

Mein hochbasisches Spezialgetränk (schmeckt nicht, aber wirkt :)):

Mein Urin war nach dem Spezial-Basengetränk jedoch nicht sauer wie nach Kaffee, sondern hoch basisch (pH-Wert 7,3 bis 7,6)

Mein Fazit: Kaffee ist eine Herausforderung für den Säure-Basen-Haushalt und führt zur Übersäuerung des Körpers.

Teste das selber mal:

Kaufe Dir pH-Streifen in der Apotheke und beobachte, wie sich Kaffeekonsum auf Deinen Säure-Basen-Haushalt auswirkt.

Stress durch Kaffee?

Trinkst Du Kaffee, dann gelangt relativ schnell Koffein ins Blut. Das begünstigt die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortisol. Du bist jetzt bereit, zu kämpfen – oder zu flüchten. Baust Du die Stresshormone nicht direkt nach der Tasse Kaffee, beispielsweise durch Sport, ab, dann machen Stresshormone allerlei Unfug in Deinem Körper: Die Verdauung wird verlangsamt und die meisten Deiner Organe wie Niere, Leber und Geschlechtsorgane sowie Dein Immunsystem arbeiten auf Sparflamme. Das  ist auf Dauer sehr ungünstig.

Doch für Kaffeeliebhaber gibt es Hoffnung; neuste Untersuchungen zeigen, dass ein Kaffee – in Ruhe genossen –  weniger schädlich ist, als der Kaffeekonsum unter Stress.

Besonders dann, wenn Du ohne Pausen durch Deinen Tag rennst, wie es die meisten in unserer westlichen Gesellschaft tun, dann ist Dein sympathisches System (Antriebssystem) überaktiviert. Kaffee, im westlichen Renntempo eingenommen, ist schädlicher, da Dein Körper nicht mehr zur Ruhe – und mit der Produktion von Stresshormonen nicht mehr hinterherkommt.

Wird allerdings die Tasse Kaffee in Ruhe eingenommen, führt das zu deutlich weniger Problemen.

Ist Kaffee der Wach-, oder doch eher der Schlappmacher?

Ob Kaffee ein Schlappmacher oder Wachmacher ist, fragte ich mich schon lange.

Für mich als Energie-Königin ist sehr wichtig, den Tag voller Energie zu genießen. Mehr Energie heißt für mich, ich bin konzentriert, fühle mich leicht und habe ganz viele kreative Ideen, wie ich meine Projekte noch besser gestalten kann :). Wieder begann ich, mich selber zu beobachten.

Wenn ich regelmäßig morgens nach dem Aufstehen einen Kaffee trank, dann brauchte ich diesen Kaffee täglich; ohne den morgendlichen Kaffee kam ich nicht in Fahrt. Gleichzeitig stellte ich fest, dass ich, ausgelöst durch den Morgenkaffee, um elf Uhr ein unglaubliches Schlafbedürfnis hatte – ein Mega-Müdigkeitsloch!!!

Durch die Lebensenergie-Kur habe ich mir das Kaffeetrinken fast komplett abgewöhnt. Zwei- bis dreimal pro Woche genieße ich in der Sonne mit Freunden einen Espresso. Da ich Abhängigkeiten meide, trinke ich Kaffee aber schon lange nicht mehr täglich.

Wie lange liefert Dir Dein Kaffee Energie? Musst Du auch relativ schnell nachfüllen – einen weiteren Kaffee trinken – um nicht ins Müdigkeitskoma zu fallen?

Deine alternativen Wachmacher:

Beim Kaffee gelangt das Koffein relativ schnell ins Blut, was die Ausschüttung von besagten Stresshormonen zur Folge hat und dazu führt, dass Kaffee Dich nicht wirklich lange munter hält. Weniger langsam geht das Koffein von grünem Tee, Matcha und Guarana ins Blut. Der Vorteil: Die langsame Ausschüttung des Koffeins verursacht eine viel geringere Ausschüttung von Stresshormonen. Gleichzeitig hält die Dir bekannte Wachmacherwirkung des Koffeins deutlich länger an. Für Dich habe ich an einem erfrischenden Sommergetränk „Matcha-Kokos-Latte“ geFEILT, das alle Kaffeevarianten alt aussehen lässt :). Dieses Getränk wirkt sich positiv auf den Säure-Basen-Haushalt aus und liefert Dir enorme Energie.

Matcha-Kokos-Latte für endlos Energie

  • 150 ml Kokosnussmilch
  • 200-300 ml Wasser
  • ¼ TL Kardamom
  • ½ TL Ingwerpulver
  • 1 TL Zimt
  • 3 Prisen Nelkenpulver
  • 1 TL Matchapulver
  • optional: 2 EL Xylit oder Honig
  • optional: Eiswürfel
  • Superfood für noch mehr Energie: 1TL Macapulver

Alle Zutaten in einen Mixer geben und für mindestens 30 Sekunden cremig mixen.

Mein Tipp für Sportler: Wird dieses Getränk vor dem Wettkampf oder Training genossen, ist das der wahre Energie-Booster!

Zusammenfassung:

  1. Kaffee übersäuert den Körper, besonders bei Stress.
  2. Ab und zu ein Kaffee, in Ruhe genossen, kann Balsam für Geist, Herz und Seele sein.
  3. Kaffee macht kurzfristig wach, aber langfristig müde, außer man füllt ständig nach bzw. trinkt weiter Kaffee.
  4. Deine Alternativen zu Kaffee: Macha, grüner Tee, Guarana.
  5. Sieh Kaffee als Genussmittel – und keinesfalls als tägliches Getränk!

Deine Friederike Feil

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Dr. Friederike Feil

„Das Leben ist zu kurz, auch nur einen Augenblick des Genusses und der Freude zu versäumen.“

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