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Probiotika selber herstellen: Kombucha-Rezept

In meinem letzten Beitrag zum Thema Kombucha habe ich Dir die magischen Eigenschaften des Kombucha verraten und Dir mein Haustier „Scoby“ vorgestellt. Heute bekommst Du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Du Deinen probiotischen Zaubertrunk Kombucha selber braust.

Deinen ersten eigenen Scoby bekommst Du z.B. bei original kombucha.

Vorsicht bei Kombucha aus dem Supermarkt! Dieser wird meist nach dem Fermentieren pasteurisiert und enthält daher leider keine gesundheitsförderlichen Mikroorganismen mehr. 

Viel Spaß beim Brauen!

DFF Unterschrift

Zutaten für das Kombucha-Rezept

  • 1 Liter Wasser – möglichst gefiltert
  • 60 Gramm Zucker – ich nehme Vollrohrzucker mit allen Mineralien
  • 8 Gramm Tee – z.B.: Grün- oder Schwarztee (originale Teepflanze Camellia sinensis)
  • 100 Milliliter Starterflüssigkeit
  • 1 SCOBY
Zubehör
  • Topf zum Teekochen
  • Behälter zum Fermentieren – am besten Glas (2 bis 5 Liter)
  • Engmaschiges Tuch zum Abdecken – z. B. sauberes Geschirr- oder Handtuch
  • Flaschen mit Verschluss
  • Trichter

Anleitung für Deinen probiotischen Zaubertrank:

  1. Koche zuerst den Tee: Bring Wasser im Topf zum Kochen. Füge die Teeblätter hinzu und lasse den Tee für 5 bis 10 Minuten ziehen. Entferne die Teeblätter, füge den Zucker hinzu und lass den Tee auf Zimmertemperatur abkühlen.
  2. Füge den „Starter-Kombucha“ hinzu: Gib ca. 1/10 der Gesamtmenge „fertiges Kombuchagetränk“ zum Tee (bei einem Liter sind das 100 ml). Dadurch reduzierst Du das Risiko für ungewollte Keim- oder Bakterienbildung. Der pH-Wert wird gesenkt und die beigegebenen Bakterien und Hefen sorgen dafür, dass sich SCOBY richtig wohlfühlt.
  3. Gieße das Gemisch in Dein Glasgefäß zum Fermentieren und gib SCOBY dazu. Dann deckst Du das Gefäß mit einem sauberen Tuch ab und nutzt zum Fixieren des Tuches am besten ein Haushaltsgummi.

Es ist durchaus normal und sogar wünschenswert, wenn sich an der Oberfläche Deines Kombuchas ein neuer SCOBY bildet. Und es kann sein, dass Dein SCOBY unter der Wasseroberfläche schwebt oder sogar vertikal liegt. Auch bräunliche Fetzen, sogenannte Hefenstränge, die von dem SCOBY runterhängen sind völlig normal und der Beweis, dass die Fermentation gut funktioniert.

  1. 7-10 Tage warten. Etwa 7 Tage braucht der Kombucha bei Zimmertemperatur, um zu reifen. Je länger Du wartest, desto saurer wird der Kombucha. Ich fermentiere mindestens 10 Tage, da der Zuckergehalt dann deutlich geringer ist und sich mehr Bakterien entwickeln können.
  2. Nimm den SCOBY nach 7 bis 10 Tagen wieder heraus und gib ihn bis zur Wiederverwendung zum Zwischenlagern in ein Glasgefäß oder einen tiefen Teller. Ich füge dem SCOBY gleich ein bisschen „fertigen Kombucha“ hinzu, da ich dies später als Starterflüssigkeit benötige.
  3. Jetzt füllst Du Deinen Kombucha in Flaschen und gibst ihn noch für ca. 1 bis 3 Tage in den Kühlschrank. Dann wird er richtig spritzig.
  4. Beginne von vorne: Wasche Dein Behältnis aus, nimm SCOBY und die Starterflüssigkeit … 😉

TIPP:

Falls Du den Kombucha geschmacklich anreichern willst, kannst Du beim Abfüllen nach Belieben Früchte oder Gewürze hinzugeben.

Kombucha

DU WILLST WEITERE INFOS ÜBER DEINEN ZAUBERTRANK?

Dann lies Dir gern unseren Blogpost „Probiotika selber herstellen: Kombucha“ durch. Dort erfährst Du, was Kombucha genau ist und was Kombucha zum Zaubertrank macht.

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  1. Hallo,
    woher bekomme ich SCOBY, Teeblätter und Starterflüssigkeit ?
    Freundliche Grüße
    Helga Gey

    • Hallo liebe Helga,
      ich empfehle immer gerne die Firma Fairment. Ein tolles Startup mit tollen Produkten.
      Tee allerdings kannst du einfach im Bioladen kaufen.
      Friederike

      • Vielen Dank

  2. Herzliches Hallo,
    und danke für das Interview heute in der Sächs. Zeitung zum Thema Kombucha.
    Ich bereite und genieße Kombucha (meist mit Grünem – u. Himbeerblättertee o. ä.) seit ca. 10 Jahren beinahe regelmäßig – lasse meist ca. 10 bis max. 14 Tage fermentieren. Vor wenigen Wochen hat mich eine Gesundheitssendung im TV betr. gesundheitl. Wert bissel verunsichert. Dort wurden die positiven Wirkungen u. a. wegen des Zucker-, Alkoholgehalts (???) u. der Säure in Frage gestellt. Vom Alkoholgehalt spürt man doch kaum was? Wenige Tage fermentiert, ist das Getränk süßer, länger etwas saurer. Selten war mein Kombucha bissel sehr sauer. Dann trank ich weniger u. mit Wasser verdünnt davon. Meist aber ist das spritzige Getränk ein Genuss. Sehen Sie betr. der genannten „Kritikpunkte“ Einschränkungen, bzw. wie sehen Sie das?

    Herzliche Grüße
    Juliane

    • Hallo Juliane,
      danke für dein Feedback und schön, dass dir das Interview gefallen hat.
      Also, der Alkoholgehalt ist minimal. Das sehe ich absolut unproblematisch. Wenn Kombucha ca 7 Tage fermentiert wird, ist der Zuckergehalt bei noch ca. 3g pro Glas +/-. Da sehe ich gar kein Problem täglich ein Glas von zu trinken. Die postitive Wirkung der probiotischen Bakterien ist viel höher anzusehen. Es ist und bleibt für mich ein Heilgetränk. Sollte natürlich nicht das Wasser ersetzen und nicht in riesigen Mengen (über 1/2 Liter pro Tag) getrunken werden, denn dann wird dem Körper der Zucker zu viel. Aber im Bereich von einem Glas musst Du Dir keine Sorgen machen, ganz im Gegenteil. Und wahrscheinlich spürst Du auch, dass er Dir gut tut.
      Gruß Friederike

  3. Hallo Friederike,
    darf man den Kombucha Ansatz schütteln? Ich habe den Zucker vergessen im Tee aufzulösen.
    Dankeschön für deine tollen Infos!

  4. Guten Abend,
    wo genau liegt denn der Unterschied bei den Starterpaketen der Firma Fairment und Original-Kombucha?
    Grüße
    susanne

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