Hast Du ständig Hunger oder spielen Dir Deine Hormone einen Streich? Das könnte daran liegen, dass Du einfach zu wenig Eiweiß zu Dir nimmst. Neben Kohlenhydraten und Fetten ist Eiweiß als einer der drei Makronährstoffe unabdingbar für Deinen Körper. Eiweiß hält Dich nicht nur länger satt und ist damit essentiell für ein gesundes Gewichtsmanagement. Denn Dein ganzer Körper besteht aus Eiweiß! Deshalb ist Dein Eiweißbedarf auch enorm. Ein Eiweißmangel führt schnell zu Übergewicht und Depressionen. Warum das so ist und weshalb Du noch auf eine gute Eiweißversorgung achten solltest, erkläre ich Dir im folgenden Beitrag. Außerdem erfährst Du, warum Molkeneiweiß ein besonders hochwertiges Eiweiß ist und worauf Du beim Kauf eines guten Molkeneiweißpräparates unbedingt achten solltest.

Viel Freude beim Lesen und viele gute Erkenntnisse wünscht Dir

Deine Dr. Friederike Feil

Ps: Du hast heute keine Lust aufs Lesen? Am Ende dieses Beitrages findest Du mein Video zum Thema.


Eiweiß: Dein Tiger im Tank 🐯

Wir sind Eiweiß. Jede unserer Zellen besteht aus Eiweiß. Alle Botenstoffe und Hormone in Deinem Körper bestehen aus Eiweiß. Ebenso unsere Immunzellen, Knochen, Sehnen, Bänder und Muskeln. Stress, geistige und sportliche Aktivität, Entzündungen und Co. verbrauchen in Deinem Körper Eiweiß. Du siehst: Dein Eiweißbedarf ist enorm! Auch das Glückshormon Serotonin ist pures Eiweiß –  Eiweißmangel kann folglich neben Übergewicht auch zu Depressionen führen. Damit unsere Strukturen also nicht verkümmern und unser Körper optimal arbeiten kann, ist es unglaublich wichtig, dass Du ausreichend Eiweiß zu Dir nimmst.


Eiweißfresser Immunsystem


Wer abnehmen möchte, sollte auf eine gute Eiweißversorgung achten!

Grassieren viele Viren und Bakterien um uns herum, ist eine gute Eiweißversorgung absolute Pflicht. Denn um einen Infekt zu bekämpfen und Deine Immunzellen rasant vermehren zu können, produziert Dein Körper viele Botenstoffe. Und dafür benötigt er enorm viel Eiweiß. Eine Unterversorgung mit Eiweißen schränkt also die Funktion Deines Immunsystems massiv ein. Vor allem für ältere Menschen und für Menschen mit vielen Entzündungen oder Übergewicht ist eine zusätzliche Einnahme von Eiweißpräparaten empfehlenswert. So wird auch dem Abbau von Muskeln langfristig vorgebeugt.


Fünf gute Gründe für Molkeneiweiß


1. Molkeneiweiß ist besonders gut verdaulich

Molkeneiweiß ist neben Eiern das hochwertigste Eiweiß, denn es besitzt eine besonders hohe biologische Wertigkeit. Das bedeutet, dass Dein Körper das Molkeneiweiß besonders gut verwerten kann, weil er alle Aminosäuren zur Verfügung hat, um das zugeführte Protein in körpereigenes Protein umzuwandeln. Die biologische Wertigkeit von Eiern liegt bei 100 – ein Wert, an den das Molkeneiweiß nahezu herankommt. Im Vergleich dazu haben zum Beispiel Linsen eine biologische Wertigkeit von 40. Das liegt daran, dass Dein Körper weitere Zusatzstoffe benötigt, um aus der Nahrung körpereigenes Protein zu bilden.

2. Molkeneiweiß enthält BCAA

Das sind zweikettige Aminosäuren, die dem Fettstoffwechsel ordentlich einheizen. Das ist besonders wichtig, damit Dein Körper Fett abbauen und Muskeln aufbauen kann. Es gibt kein anderes Eiweiß, das eine so hohe Konzentration zweikettiger Aminosäuren besitzt.


3. Molkeneiweiß enthält Globuline 

Diese sind für die Stimulierung des Immunsystems besonders wichtig. Zudem enthält Molkeneiweiß Glutamin, das ebenfalls ein wichtiger Spieler Deines Immunsystems ist.

4. Molkeneiweiß enthält Cystein

In keinem Eiweiß ist die Aminosäure Cystein so hoch vertreten, wie im Molkeneiweiß. Cystein wird benötigt, um Glutathion zu produzieren. Glutathion wiederum ist der Bodyguard Deiner Zellen: ein Antioxidans, das all Deine Zellen schützt. Damit ist es besonders für Dein Immunsystem unverzichtbar.

5. Eiweiß macht satt

Als Frühstück in einem leckeren Shake gemixt, ist Molkeneiweiß ein super Frühstück und damit der ideale Start in den Tag. Hier findest Du das Rezept zu meinem liebsten Eiweißshake. Der bringt Dich gesättigt und gestärkt durch den Vormittag. Nach dem Sport getrunken, beschleunigt der Eiweißshake die Regenerationsfähigkeit Deines Körper enorm.


Beispiele für gute Eiweißquellen

LebensmittelEiweißgehalt/100 g
Joghurt 3,5 %3,8
Erbsen gekocht5,6
Linsen gekocht7,4
Kichererbsen (roh)19
Bohnen21
Hüttenkäse12
Quark 20 %12,2
Eier12,5
Walnüsse17
Hering18,1
Lachs19,9
Rindfleischfilet21,2
Mandeln22,1
Hühnchenbrust22,2
Camembert 45 %22,6
Sonnenblumenkerne26,5
Emmentaler 45 %28,4
ein Ei6-8
Quinoa (roh)12,5
Amaranth (roh)14

Tabelle 1 „Eiweißquellen pro 100 g nach Souci et al. (2016)“

 

Darauf solltest Du achten, wenn Du Molkeneiweiß kaufst

Wenn Du Deinem Körper zusätzliches Molkeneiweiß zuführen möchtest, solltest Du unbedingt auf eine Top-Qualität achten! Besonders gutes Molkeneiweiß hat einen höheren Globulinanteil und keine Medikamentenrückstände. Denk immer dran: was die Kuh frisst, wirkt sich unmittelbar auf die Qualität Deines Molkeneiweißes aus. Deshalb solltest Du nur besonders hochwertiges Molkeneiweiß kaufen, am besten von freilaufenden Kühen aus artgerechter Haltung. Dazu gehört, dass die Tiere hauptsächlich Gras futtern und regelmäßig die Sonne sehen. Wenn Du Molkeneiweißpulver online kaufen möchtest, achte also darauf, dass Dir Dein Anbieter genau sagen kann, woher er sein Produkt bezieht.

Molkeneiweißkonzentrat statt -isolat

Außerdem empfehle ich immer Molkenweiweißkonzentrat statt -isolat zu nutzen. Isolat ist höher verarbeitet, das heißt es werden Fette und Kohlenhydrate entzogen, die allerdings wichtig für die bessere Verdaulichkeit des Produktes sind. Zudem sind die so wichtigen Globuline ans Fett des Molkeneiweißes gebunden – und fehlen dann dem Molkeneiweißisolat. Zudem solltest Du darauf achten, dass in Deinem Molkeneiweiß keine Zusatzstoffe enthalten sind. Dazu gehören neben Bindemitteln und Aromen auch Süßstoffe, die nicht nur dick machen, sondern auch Dein Darmmikrobiom schädigen.

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Stimmen meiner Kurteilnehmer:

Arne K. | -9 Kilo in 17 Tagen, -19 Kilo nach weiteren 7 Wochen

 

 

Die Darmkur ist eine wirklich tolle Sache, ich habe fast 10 kg abgenommen und ein neues Bewusstsein für Lebensmittel erlangt, was uns enorm beim Kochen und Einkaufen hilft.“

 

 

 

 

Quellenverzeichnis

Alexandrov N., Eelderink C., Singh-Povel C., Navis G., Bakker S., Corpeleijn E .Dietary Protein Sources and Muscle Mass over the Life Course: The Lifelines Cohort Study. Nutrients. 10(10). pii: E1471. doi: 10.3390/nu10101471. Guadagni, M. & Biolo, G. (2009). Effects of inflammation and/or inactivity on the need For dietary protein. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, 12, 617-622. Cholewa, Dardevet D, Lima-Soares F., de Araújo Pessôa K., Oliveira P., Dos Santos Pinho J., Nicastro H., Xia Z., Cabido C., Zanchi N..(2017). Dietary proteins and amino acids in the control of the muscle mass during immobilization and aging: role of the MPS response. Amino Acids. 49(5):811-820. doi: 10.1007/s00726-017-2390-9. Epub 2017 Feb 7. Feil, F. (2018). Die Wirkung einer speziellen Ernährung auf Entzündungsmarker im Blut, die Krankheitsaktivität, die HRV, die Lebensqualität und die Beweglichkeit von Rheumatikern. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dissertation, 2018 Moore D., Soeters P. (2015) The biological value of protein. Nestle Nutr Inst Workshop Ser. 2015;82:39-51. doi: 10.1159/000382000. Epub 2015 Oct 20. S.W., Fachman, W. & Kraut, H. (2016). Die Zusammensetzung der Lebensmittel. Nährwert-Tabellen (8. Aufl.). Berlin: MedPharm Scientific Publishers. Weickert, M. O. (2012). What dietary modification best improves insulin sensitivity and why? Clinical Endocrinology, 77, 508-512.

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