Komfortzone oder pralles Leben?

von | Mrz 9, 2019 | Persönlichkeit

Meine ganz persönliche Geschichte, oder: Warum es sich lohnt, an sich zu arbeiten und an sich zu glauben – und sich stets weiterzuentwickeln.

Meistens braucht es etwas Mut, um im Leben etwas zu ändern. Vielleicht muss man zudem Dinge anders machen, als von einem erwartet werden. Eventuell muss man sogar über seinen Schatten springen, um das pralle Leben wirklich genießen zu können …

Heute schreibe ich nicht über Ernährung, Nährstoffe und  Gesundheit, sondern über mich. Warum es sich lohnt, an sich zu arbeiten, sein Verhalten zu beobachten und zu reflektieren – und warum ein Leben in der Komfortzone die Weiterentwicklung verhindert. Meine Geschichte erzähle ich Dir, um Dir Mut zu machen und um Dir zu zeigen, dass so viel mehr in Dir steckt, als Du vielleicht selber denkst, oder für möglich hältst.

Mein neues Leben beginnt – eine spannende Begegnung mit Eberhard Wagemann

Alles fing vor knapp drei Jahren mit meiner etwas ungewöhnlichen Begegnung mit dem total verrückten Business-Mentor und Lebens-Coach Eberhard Wagemann an. Als Yogi-Master, Turn-Around-Manager und ehemaliger Extremsportler ist Eberhard berühmt dafür, auf charmante Art Veränderungsprozesse bei Menschen einzuleiten.

Nach einem längeren E-Mail-Austausch besuchte ich Eberhard in seinem Büro in Berlin (aka Höhle des Löwen), ohne zu wissen, wer da auf mich wartete. Nachdem Eberhard mich erst mal mit einem „gewaltigen“ Wagemannschen Energie-Smoothie verzauberte, verstand er sehr gekonnt, in mir ein Feuer zu entfachen, das langsam aber stetig wachsen sollte. Damals hatte ich noch keine Ahnung,  dass dieser überspringende Funke dazu führen würde, mein Leben komplett zu verändern… Ich kann nicht einmal genau sagen, worüber wir in diesem Meeting redeten. Nach unserem Gespräch war mir jedoch ganz klar, dass ich in meinem Leben etwas ändern musste, wenn ich wirklich zufrieden und glücklich werden wollte.

Raus aus der Komfortzone – hinein ins pralle Leben

Wollen wir nicht alle unser volles Potenzial entfalten? Haben wir nicht alle das tiefe Bedürfnis, Neues zu lernen und weiterzuwachsen – ja sogar über uns hinauszuwachsen? Ich hatte dieses Bedürfnis jedenfalls schon immer. Daher war mein ganzes Leben geprägt von neuen, spannenden Projekten sowie vielen verschiedenen Aufenthaltsorten und Herausforderungen. Durch den Besuch bei Eberhard wurde mir wieder einmal klar, dass  mein weiteres persönliches Wachstum außerhalb der Komfortzone stattfindet. Im wohlbehüteten Nest in Tübingen, in der Firma meiner Eltern, würde ich mich nicht so weiterentwickeln können, wie ich es mir vorstellte.

Geburtsstunde der Dr. Friederike Feil Akademie

Einige Monate nach unserem ersten Treffen entschied ich, mich selbstständig zu machen und von Tübingen nach Berlin zu ziehen. Ein Schritt, der von vielen mit unglaublichem Kopfschütteln betrachtet wurde. Niemand konnte sich so richtig vorstellen, wie ich mein Geld verdienen würde. Auch konnte keiner verstehen, warum ich so ein hohes Risiko eingehe. Gesichertes Einkommen in der erfolgreichen Firma meiner Eltern klang für viele verlockend. Nicht jedoch für mich. So zog ich nach Berlin, was gleichzeitig die Geburtsstunde der Dr. Friederike Feil Akademie war. Dass dies alles nicht ganz reibungslos verlief, muss ich sicher nicht erzählen, aber die gesamte Zeit vertraute ich auf meine innere Stimme, mein Bauchgefühl, das mir sagte, dass alles gut und richtig ist.

Wer sich selbst nicht kennt, kann andere nicht unterstützen

In Berlin angekommen, zog ich in eine einfache WG und investierte meine Ersparnisse in meine persönliche Weiterentwicklung. Ich meldete mich bei Eberhard Wagemanns „High Performance Jahrestraining“ an. Obwohl dies das längste und härteste Trainingslager meiner Karriere werden sollte, war es  zugleich die bisher beste und wichtigste Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen habe.

In diesem Trainingslager ging es nicht um Zeiten und Runden, wie in meiner sportlichen Karriere, sondern um die harte und schmerzliche Arbeit an meiner Persönlichkeit als Grundvoraussetzung für ein stabiles und erfolgreiches Geschäftsmodell.

In diesem intensiven Jahrestraining lernte ich unglaublich viel über mich, meine Ängste, mein Potenzial und über meine tiefsten Sehnsüchte und Ziele. Während des Prozesses wurde mir immer bewusster, dass ich andere Menschen nur dann wirklich unterstützen kann, wenn ich mich selber richtig gut kennenlerne. Und ich lernte mich kennen … Immer besser von Tag zu Tag. Und vieles schmerzte. Ja, niemand ist perfekt und jeder bekommt im Leben seine Herausforderungen, an denen er arbeiten darf.  Doch ich steckte den Kopf nicht in den Sand; ich begann mich und meine Gefühle zu beobachten, reflektierte und arbeitete stetig an mir. Insbesondere meine lange Leistungssportphase sowie mein unbändiger Ehrgeiz wollten definitiv genauer angeschaut werden :).

Härte durch 20 Jahre Leistungssport

Im Alter von neun Jahren lief ich meinen ersten Zehnkilometerlauf; mit 13 begann ich intensiver, Wettkämpfe zu bestreiten und einen Großteil meiner Zeit mit professionellem Training zu verbringen. Es waren tolle Jahre. Ich wurde mit einem Stipendium in den USA belohnt, lernte Menschen aus aller Welt kennen und durfte am Schluss sogar bei der Spartan-Weltmeisterschaft in Vermont teilnehmen.

Doch 20 Jahre intensiver Leistungssport hatten auch ihre Kehrseite. Sie hatten mich hart gemacht. Ich war verbissen, ehrgeizig und verlangte unglaublich viel von mir – und von meinem Körper. War ich nicht die Beste, war ich unzufrieden. Ich identifizierte mich mit und über meine Leistung. Dank dem High-Performance-Prozess wurde mir klar, dass hinter meinem Ehrgeiz ein Defizit steckte. Und zwar das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht zu genügen.

Kontinuierlich beobachtete ich meine Gefühle und meine Gedanken in Bezug auf meinen Ehrgeiz, bis sich der Knoten irgendwann löste. Ich begriff, dass ich viel mehr bin als die Summe meiner Leistungen. Mit dieser Erkenntnis veränderte sich schließlich mein Denken – und langsam wurde auch mein Körper wieder weicher und weiblicher.

„Leben“ auf der Überholspur?

Eine weitere Herausforderung für mich war das Thema Entspannung. Ich bin eine absolute Macherin. Das ist an sich nicht schlecht, doch ab und zu sollte man, trotz Machereigenschaften, einfach mal nur „sein“. Nichts machen und nur entspannen??? –, vor drei Jahren für mich unmöglich. Wozu entspannen? Ich war absolut überzeugt davon, dass ich mit 70 im Ruhestand noch genug entspannen kann. Doch das Leben fliegt an einem vorbei im Hamsterrad ohne Pausen und ohne Entspannung. Und, ganz ehrlich: Richtig genießen kann man das nicht …

Von einem Projekt hechtete ich zum nächsten: Mit 30 Jahren hatte ich bereits drei Bücher veröffentlicht, die größten sportlichen Erfolge gefeiert, meine Doktorarbeit fast fertig geschrieben und wurde mit etlichen Auszeichnungen gekrönt: Ich war sowohl Studentin als auch Athletin des Jahres. Zeit zum Genießen oder gar zum Feiern der persönlichen Erfolge gab ich mir nicht, denn das nächste Projekt stand ja schon wieder an. Alles wurde schnell und noch schneller erledigt und im Hamsterrad des Alltags blieb mein „Sein“ komplett auf der Strecke. Keinerlei Komfortzone war in Sicht! Ganz sicher wäre ich ohne den High-Performance-Prozess und die Erkenntnis, dass das Leben nicht darin besteht, möglichst viele Projekte schnell abzuarbeiten, im Burnout gelandet.

Ein Phänomen, das ich mittlerweile immer mehr bei den Energie-Retreats und im persönlichen Kundenkontakt feststelle, ist die westliche Welt im Dauer-Aktivitätsmodus. Der gesellschaftliche Leistungsdruck ist enorm gestiegen. Wir müssen uns nicht wundern, dass die Maschine, sprich unser Körper, irgendwann heiß läuft, wenn wir keine adäquaten Pausen einlegen. Wenn ich sage Pausen, meine ich nicht Urlaub, der von den meisten ohnehin im Aktivitätsmodus durchgeführt wird, sondern Zeit für sich und um das Nervensystem wirklich wieder ins Lot zu bekommen. Deshalb habe ich mit Eberhard vor drei Jahren die weltweit einmaligen Energie-Retreats entwickelt um dem Körper, dem Geist und der Seele auf allen Ebenen endlich wieder eine Verschnaufpause zu geben.

Hörst Du auf die Warnsignale?

Das Leben hat mir viele Warnsignale geschickt, dass der Daueraufenthalt auf der Überholspur schlecht für mich ist. So hatte ich bis zu meinem 30. Lebensjahr sieben Autounfälle. Das Leben wollte mich also öfters bremsen …! Diese Warnsignale hatte ich jedoch nie als solche erkannt. Mittlerweile habe ich gelernt, Speed rauszunehmen. Ich meditiere viel, gönne mir Auszeiten und Pausen und nehme mir bei allen Projekten viel Zeit. Anstatt mir 20 Aufgaben am Tag vorzunehmen, fokussiere ich mich auf drei. Interessant ist, dass ich durch die Konzentration und Fokussierung im Vergleich zu früher genauso viel, wenn nicht sogar mehr erledigt bekomme. Nur geschieht das jetzt ohne körperlichen und seelischen Raubbau. Übrigens blieben die Autounfälle seither aus.

Auch in Dir steckt so viel mehr, als Du ahnst!

Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, kann ich manchmal kaum glauben, was alles passiert ist. Ich bin glücklicher, erfolgreicher und zufriedener als je zuvor. Gleichzeitig unterstütze ich durch meine gewonnene innere Stärke und mein Selbstvertrauen mittlerweile jährlich knapp 3000 Menschen durch diverse Vorträge, durch die Lebensenergie-Kur und durch Energie-Retreats auf ihrem Weg zu einem zufriedeneren und gesünderen Leben. Ich habe zwei super tolle Mitarbeiter und viele weitere Unterstützer, die die Akademie wachsen lassen.

Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Wie viel Potenzial bleibt bei Dir auf der Strecke?

Viele Menschen wissen gar nicht, was in ihnen steckt, weil sie nie an ihre Grenzen gehen, nie ihre Komfortzone verlassen. Sie hinterfragen niemals ihren Status quo und haben Angst vor Veränderungen in ihrem Leben. Doch ihr wahres Talent bleibt dabei auf der Strecke. Nur wer sich dem Leben mutig stellt und weiterentwickelt, statt seine Energie darauf zu verwenden, den Status quo aufrecht zu erhalten, wird wirklich erfahren können, welches unglaubliche Potenzial in ihm schlummert.

Nun hoffe ich mit diesem sehr persönlichen Blogpost, dass auch Du dem Leben etwas mutiger entgegengehst – Du auf Weiterentwicklung setzt und dafür sogar deine Komfortzone verlässt.

Es steckt mehr in Dir, als Du denkst!

Deine Dr. Friederike Feil

PS:

Willst Du Eberhard und mich gemeinsam erleben und Deine Energie auf ein neues Niveau bringen? Dann melde Dich doch gleich für eins unserer Energie-Retreats an.

Friederike Feil Akademie Vita Kieser

Dr. Friederike Feil

„Das Leben ist zu kurz, auch nur einen Augenblick des Genusses und der Freude zu versäumen.“

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1 Kommentar

  1. Danke für dieses Geschenk an Tiefgang und Inspiration. Dein Beitrag berührt mich. Für mich macht es Dich sehr besonderes, daß Du Deine Erkenntnisse und Erfahrungen so offen teilst. So mutig und liebevoll sind Menschen, die bei sich angekommen sind. Herrlich! Wie schön, daß Du andere damit inspirierst, denselben Weg „ins wahre Leben“ zu gehen.

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