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Der Mythos der Übersäuerung des Körpers – Teil 2

Otto Heinrich Warburg

Dr. Otto Warburg, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1931

„Alle Krankheiten entstehen im sauren Milieu.“

Warum ist dieses wertvolle Wissen von Nobelpreisträger Otto Warburg über den Säure-Basenhaushalt nicht überall in der Schulmedizin angekommen? Nur selten wird ein Patient auf seine Säurelast im Körper untersucht. Obwohl man mit einem ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt sehr viele Krankheiten positiv beeinflussen könnte, wird die Puffer-Kapazität im Blut fast nie gemessen.

Welches sind Zeichen einer Übersäuerung? Welches sind die größten Säurequellen im Körper und wie bekommst Du Deinen Säure-Basenhaushalt wieder ins Lot? Ich habe über ein halbes Jahr mehrmals täglich meinen Urin daraufhin getestet und freue mich, Dir mit dem heutigen Blogpost wertvolle Tipps zu geben, damit Dich die Säurewelle verschont.

Woran erkennst Du eine Übersäuerung in Deinem Körper?

Wie im ersten Teil des Blogpost über den Mythos Übersäuerung bereits erläutert, hat Dein Körper drei Trümpfe, um einer Übersäuerung vorzubeugen.

Trumpf 1: Salopp gesagt klaut er sich Mineralien aus anderem Gewebe. Dadurch kommt es zu strukturellen Problemen: Dein Bindegewebe wird schlaff, Deine Knochen werden brüchig und Deine Haare matt und spröde.

Trumpf 2: Dein Körper beginnt, überschüssige Säuren, quasi über Notausgänge, loszuwerden. Die Folgen: Hautekzeme, Neurodermitis und verstärkte Schweißproduktion. 

Trumpf 3: Der Körper lagert überschüssige Säuren in Notlagern ein – mit dem Ergebnis, dass Dein Körpergewicht steigt und Dein Bindegewebe Orangenhaut verursacht.

Die fünf größen Säurequellen des Körpers:

1. Der nicht funktionale Darm – die Ursache einer Säure-Massenproduktion

Ist Dein Darm in seiner Funktion gestört, ist er nicht in der Lage, Nahrung vollständig zu verdauen. Unverdaute Lebensmittel beginnen im Darm zu verfaulen und bilden Gifte, sogenannte Myotoxine. Ein kranker Darm ist also in der Lage, Deinen Körper innerlich zu vergiften und zu übersäuern. Ich habe schon mehrmals in Stuhlproben von Community-Mitgliedern zu viele Fäulnisbakterien im Darm festgestellt – die Anzeichen für eine eigene Mülldeponie im Darm …

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung kranker Darm

Stoppe die Müllproduktion (Gifte und Säuren) im Darm!

Gönne Dir zwischen den Mahlzeiten mindestens vier Stunden Pause.

Die ständige Nahrungsaufnahme mit vielen Zwischenmahlzeiten belastet Dein gesamtes Verdauungssystem. Un- bzw. bereits vorverdaute Essensreste aus der vorherigen Mahlzeit vermischen sich mit frischer Nahrung. Hierdurch verlängert sich die Verweildauer im Magen und das Essen beginnt, in Deinem Innern zu gären – und zu vergammeln. Wer ständig isst, tut sich nichts Gutes, denn der Körper kann die Nährstoffe nicht optimal verwerten!

Iss immer in Ruhe und kaue jeden Bissen mindestens 20 bis 30 Mal.

Deine Nahrung kann in Hetze, Stress und Eile NICHT verdaut werden. Zur Verdauung benötigt Dein Körper Entspannung. Nur im entspannten Zustand kann der parasympathische Teil des Nervensystems aktiv werden. Dieser Teil des Nervensystems ist für die Verdauung Deiner Nahrung zuständig. Auf den Punkt gebracht: Bei Stress ist keine Verdauung möglich!

Dein künftig im entspannten Zustand genossenes Essen solltest Du zudem gut kauen, denn gut gekaut ist halb verdaut. Durch langes Kauen erleichterst Du dem Darm die Verdauung und stellst gleichzeitig größere Mengen an Speichel her. Der Wundercocktail Speichel enthält – neben Verdauungshelfern – Botenstoffe, die Bakterien abtöten. Durch langes Kauen züchtest Du quasi Deine Gesundheitspolizei im Mund, die dafür sorgt, dass keine Bösewichter (schlechte Bakterien) lebendig in Deinen Körper gelangen.

„Warte“ Deinen Darm regelmäßig.

Jedes Auto wird mindestens einmal pro Jahr zur Wartung gebracht. Und so will es Dein Darm. Durch diese jährliche Wartung des Darmes sorgst Du dafür, dass Dein Verdauungsfeuer aktiv bleibt. Erlischt Dein Verdauungsfeuer, werden Lebensmittel nicht mehr optimal verdaut. Sie bleiben im Darm liegen und beginnen zu gären. Mit der Dr. Friederike Feil Darmkur sorgst Du für ein immer brennendes Verdauungsfeuer: In nur 17 Tagen reinigst Du Deinen Darm von schädlichen Fäulnisbakterien, reparierst Deine Darmschleimhaut und baust Dein Darmmikrobiom wieder auf. 

2. Genussgift Alkohol – wirklich so gesund?

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung Rotwein

Das tägliche Gläschen Rotwein – für viele zur Gewohnheit geworden – ist fast schon ein Muss für die Deutschen. Doch ist Rotwein wirklich so herzstärkend, wie immer behauptet wird? Alkohol schwemmt nicht nur wichtige basische Mineralien aus dem Körper, sondern hemmt zudem die Fettverbrennung! Dadurch fallen mehr Abfallstoffe in Deinen Zellen an, denn die Zellen müssen jetzt vermehrt auf die Kohlenhydratverbrennung umstellen. Dadurch entstehen große Mengen an Säuren (z. B. Milchsäure). Gleichzeitig kann durch den Konsum von Alkohol anfallende Harnsäure nicht ausgeschieden werden.

3. Saure Nahrung = saure Menschen?

Ob die heruntergezogenen Mundwinkel des typischen Westlers durch die Art der täglichen Ernährung entstehen, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Bekannt ist jedoch, dass Weißbrot, Zucker, Wurst und Süßstoffe Deinen Körper sauer machen. Durch diese Lebensmittel entstehen große Mengen an Schwefel-, Phosphat-, Harn- und Essigsäuren …

Ohne die puffernde Wirkung von basischen Mineralien aus Gemüse, Nüssen, Kräutern und Gewürzen ist die westliche Ernährungsweise eine Katastrophe für die Zellen. Die Zellen ersticken unter der Säurelast dieser Ernährungsweise.

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung saure Nahrung

4. In Stress, Hetze und Eile kann kein Glück, keine Gesundheit und kein basischer Körper entstehen!

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung Stress

Bei Stress werden die Stresshormone Aldosteron und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone führen zur Wiederaufnahme von Natrium und Wasser in den Nieren. Gleichzeitig werden überschüssige Säuren und Stickstoff ebenso wie die basenbildenden Mineralien (Magnesium, Calcium und Kalium) vermehrt ausgeschieden.

Durch die Wiederaufnahme von Natrium kommt es zudem zum Ungleichgewicht von Natrium und Kalium in den Zellen. Da besonders Kalium unerlässlich für die Entsäuerung der Zellen (Natrium-Kalium-Pumpe) ist, können Deine Zellen nicht mehr optimal entsäuern; ihre Energieproduktion ist eingeschränkt und sie mutieren – im schlimmsten Fall – zu Krebszellen.

Lerne deshalb, effektiv zu entspannen und bringe Dein parasympathisches Beruhigungssystem wieder auf Hochtouren. Unser Versprechen: Nach sechs Tagen fühlst Du dich wie nach drei Wochen Urlaub! Reserviere jetzt Deinen Platz beim Energie-Retreat.

5. Umweltbelastung – eine Herausforderung für den Säure-Basenhaushalt

Abgase, Chemie in Kosmetika, Shampoos, Duschgels, Putzmitteln und Lebensmitteln sowie Elektrosmog in Form von Handystrahlung, Computern etc. sind ebenfalls eine tägliche Herausforderung für Deine Zellen. Sie arbeiten nur noch auf Sparflamme und produzieren mehr „Abfall“. Ich empfehle daher, möglichst auf natürliche Körperpflege umzusteigen, zusätzlich basische Mineralien einzunehmen und – zumindest nachts – das WLAN auszuschalten. Bevor ich ins Bett gehe, gönne ich mir regelmäßig ein „Betthupferl“ in Form von Magnesiumcitrat und Vitamin C, sodass meine 70 Billionen Zellen auch in der Großstadt Berlin gut funktionierende und verlässliche Mitarbeiter bleiben.

ACHTUNG:

Entsäuern braucht Geduld. Zehn Jahre Übersäuerung bedeuten ein Jahr aktive Entsäuerungstherapie. Selbst meine 20 Jahre Leistungssport befinden sich noch in meinem Gewebe. Momentan arbeite ich daher eifrig daran, die Säuren Stück für Stück aus meinem Körper zu bekommen. Mach mit – das bist Du Dir wert!

Extra Info: Bei übersäuerten Zellen eines Sportlers sind Basenbäder Pflicht

Damit Deine Mitochondrien (Kraftwerke Deiner Zellen) ausreichend Energie in Form von ATP herstellen können, benötigen sie Sauerstoff. Zellen können zwar ohne Sauerstoff Energie produzieren (anaerober Stoffwechsel), allerdings fallen dabei jede Mengen Säuren (z. B. Milchsäure) im Körper an. Je weniger Sauerstoff Deine Zellen zur Verfügung haben, desto stärker ist die Säurelast in Deinem Körper. In Sportlerkreisen ist daher der regelmäßige Einsatz von zusätzlichen basischen Präparaten schon lange gang und gäbe. Etliche Studien zeigen, dass die Gabe von Bicarbonat (Säurepuffer) während einer hohen Belastung die Leistungsfähigkeit von Sportlern aufrechterhält. Ein regelmäßiges Basenbad wird häufig angewandt, um die vermehrt anfallenden Säuren wieder aus dem Körper zu bekommen.

Ich mache das einmal pro Woche, obwohl ich nicht mehr so viel und intensiv trainiere. Danach fühle ich mich wie neu geboren.

SIEBEN TIPPS, UM DEINEN SÄURE-BASENHAUSHALT WIEDER INS LOT ZU BRINGEN

  1. Iss Fleisch – auch Bio-Fleisch – in Maßen statt in Massen (ein- bis zweimal pro Woche).
  2. Iss früh am Abend, also mindestens drei Stunden bevor Du ins Bett gehst. Ab 18 Uhr nimmt die Verdauungsleistung des Körpers Stück für Stück ab und er bildet vermehrt Säuren.
  3. Kümmere Dich mindestens einmal pro Jahr um Deinen Darm (z. B. mit der Dr. Friederike Feil Darmkur).
  4. Flute Deine Zellen mit ausreichend Sauerstoff, sodass sie ihre Energie nicht unter Produktion von Säuren herstellen müssen. Für eine gute Sauerstoffversorgung der Zellen braucht Dein Körper ausreichend Eisen und Vitamin D.
    • Der Eisenspeicherwert (Ferritinwert) sollte bei Frauen idealerweise bei 100ng/ml und bei Männern bei 250ng/ml liegen. Erst dann haben die Zellen ausreichend Sauerstoff zur Verfügung, um ohne die Entstehung von Säuren Energie zu produzieren.
    • Die Zellen benötigen das Sonnenhormon Vitamin D, um optimal arbeiten zu können. Bei einem Vitamin‑D-Mangel im Blut kommt es zu erhöhter Säureproduktion. Überprüfe das einmal. Dein Wert sollte bei mind. 80ng/ml liegen. Ich nehme das ganze Jahr über täglich 10.000 I.E. Vitamin D, um auf diese Werte zu kommen.
  5. Entspanne Dich. In Hetze, Eile und Stress übersäuern die Zellen. Fokussiere Dich auf das Wesentliche – und gönne Dir zwischendrin regelmäßig Pausen.
  6. Meide Basenräuber wie Kaffee, Alkohol, Weißmehl und Zucker.
  7. Beginne mit Entsäuerungsritualen. Das wöchentliche Entsäuerungsbad und regelmäßige Bewegung sind Akte der Selbstliebe und bringen Deinen Säure-Basenhaushalt wieder ins Lot.
Nährstoffe für die Darmkur

Starte jetzt die Entgiftung Deines Körpers

Du willst Deinem Körper etwas gutes tun, ihn entgiften und zurück ins basische Milieu führen? Dann mach mit bei der 17-tägigen Dr. Friederike Feil Darmkur. Die neu erlernten Ernährungsgewohnheiten machen es Dir leicht, Deinen Körper Stück für Stück wieder gesunden zu lassen.

DFF Unterschrift

Literaturverzeichnis

  • Burke, L. Practical considerations for bicarbonate loading and sports performance. 2013; 75:15-26. doi: 10.1159/000345814. Epub 2013 Apr 16.
  • Epstein, M. Alcohol’s impact on kidney function. Alcohol.Health Res World. 1997;21(1):84-92.
  •  Hahn, A.; Ströhle, A.: Bedeutung von Ernährungsfaktoren für den Säure-Basenhaushalt – gegenwärtiger Stand der Diskussion
  • Horn. F (2015). Biochemie des Menschen. Das Lehrbuch für das Medizinstudium (6. Aufl.). Stuttgart: Thieme Verlag.
  • Bushinsky, D.; Frick, K. (2000): The effects of acid on bone. Current Opinion Nephrol Hypertension, 9:369-79
  • Bushinsky, David A.: Acid-base imbalance and the skeleton. (2001) European Journal of Nutrition 2001; 40:238-244
  • Manz, M. (2001): History of nutrition and acid-base physiology. European Journal of Nutrition; 40189-199
  • Jacquillet, G. Physiological regulation of phosphate by vitamin D, parathyroid hormone (PTH) and phosphate (Pi). Pflugers Arch. 2018 Nov 5. doi: 10.1007/s00424-018-2231-z. [Epub ahead of print]
  • McCarty, M. Acid-base balance may influence risk for insulin resistance syndrome by modulating cortisoloutput. Med Hypotheses. 2005;64(2):380-4.
  • Remer, T: Influence of diet on acid-base balance. Semin Dial 2000; 13:221-6
  • Siener, R. (2006) Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt. Ernährungsumschau 53, Heft 5

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