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Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?

Dr. Friederike Feil aka Karla Kolumna deckt auf!

Schon lange beschäftige ich mich mit der Thematik der Übersäuerung des Körpers. Ich messe seit knapp einem halben Jahr täglich den Säuregehalt meines Urins und kontrolliere, wie er sich über den Tag verändert. Welchen Einfluss haben basische Lebensmittel, Stress und Entspannung – und welchen Einfluss hat Bewegung auf den Säuregehalt meines Urins? Als ich dies bei einem Vortrag erzählte, wies ein junger dynamischen Arzt, der gerade das Physikum bestanden hatte darauf hin, dass die Messung des Säure-Basenhaushalts im Urin keinen Sinn macht.  Eine Übersäuerung des menschlichen Körpers sei wissenschaftlich nicht belegbar. Da stellt sich mir folgende Frage:

Ist also die Übersäuerung – Mythos oder echtes Problem?

Die Alternativmedizin ist überzeugt: 90 Prozent aller Menschen sind übersäuert. Ein Großteil der traditionellen Schulmediziner ist jedoch der Meinung, dass Übersäuerung ein konstruiertes Problem ist, damit Alternativmediziner ihre basischen Lebensmittel verkaufen können. Doch ist Übersäuerung wirklich ein Mythos und reine Geldmacherei? Welche Folgen hat eine Übersäuerung für den Körper und die Zellen? Und wie beugst Du eine Übersäuerung vor? All das erfährst Du im Blogbeitrag!

DFF Unterschrift

Der Schutz gegen Übersäuerung im Körper – ein Geniestreich der Natur

Dein Körper ist ein Geniestreich der Natur. Er besitzt etliche Puffersysteme, wie zum Beispiel den Bicarbonat-/Kohlensäurepuffer oder den Proteinpuffer, um Dein Blut konstant bei einem leicht basischen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 zu halten. Ohne diese Puffersysteme würde das Blut sofort übersäuern. Zusätzlich bist Du mit unglaublich eifrigen Organen wie Darm, Nieren und der Lunge ausgestattet, die zusätzlich Säuren ausscheiden, um Deinen Blut-pH-Wert konstant zu halten. Verschiebt sich der pH-Wert im Blut, wird es nämlich brenzlig für Deine Gesundheit.

Extra Info: Kann Deine Zelle maßlos übersäuert sein – trotz basischem Blut? Info für Biohacker und Biochemiker 😉

Das basische Mineral Kalium ist ein Kation (positiv geladenes Ion) und der entscheidende Faktor, um eine Übersäuerung und einen Sauerstoffmangel Deiner 60 Billionen Zellen zu verhindern. Ganze 98 Prozent des vorhandenen Kaliums stecken in der Zelle (intrazellulär) und nur zwei Prozent im äußeren Bereich (extrazellulär).

In den letzten 200 Jahren hat sich das Kalium-Natrium-Verhältnis in der westlichen Ernährung stark verändert und von einem Verhältnis von 10:1 (10 Anteile Kalium, 1 Anteil Natrium) auf 1:3 (1 Anteil Kalium, 3 Anteile Natrium) zugunsten von Natrium verschoben. Zudem begünstigt Stress die Wiederaufnahme von Natrium. Durch diesen Natrium-Überschuss fehlt Deinem Körper Kalium, um Deine Zellen optimal zu entsäuern.

Bei zu wenig Kalium im extrazellulären Raum wird Kalium aus dem intrazellulären Bereich nach außen verschoben. Hierdurch wandern Säureprotonen (H+) in die Zelle hinein – und übersäuern sie. Eine pH-Messung des Blutes erfasst also nur nur den extrazellulären Raum, und nicht, was in der Zelle vorgeht! Die sauren H+‑Ionen in der Zelle bleiben dem Arzt verborgen: Er diagnostiziert basisches Blut, obwohl innerhalb der Zelle eine Übersäuerung vorliegt.

Wartest Du ab, bis die Säure-Bombe in Deinem Körper explodiert?

Durch das einmalige Zusammenspiel verschiedener Puffersysteme, Organe und Zelltransporter ist eine Übersäuerung des Körpers, gemessen anhand des Blutes, folglich selten festzustellen. Übersäuerung im Blut ist der letzte Schritt vor einer nahenden Katastrophe. Warten nicht bis Du im Blut eine Übersäuerung feststellst! Solange zu warten ist so, als ob Du eine tickende Bombe im aller letzten Augenblick zu entschärfen versuchst.

So stellst Du eine Übersäuerung fest:

Einen schnellen Überblick über die Säurelast Deines Körpers kannst Du Dir durch die tägliche Beobachtung des pH-Wertes Deines Urins verschaffen. Messstreifen gibt es in jeder Apotheke. Wenn Dein Urin von morgens bis abends Werte zwischen fünf und sechs, und der Messstreifen selten einen Messwert von über sieben anzeigt, ist die Säurelast in Deinem Körper zu hoch.  Je saurer Dein Urin, desto weniger Säuren kann Dein Körper abpuffern. Die Folge: Deine Nieren müssen harte Überstunden machen. Neuste Studien zeigen, dass eine ständig erhöhte Säurelast der Nieren, gemessen mit dem PRAL-Wert, langfristig zu einem Nierenversagen führen kann (Mirimam, et al. 2016). Wenn die Nieren überlastet sind, dann pfuschen sie bei der Ausführung ihrer anderen Aufgaben, wie zum Beispiel der Aktivierung von Vitamin D und der Koordination des Kalziumspiegels. Wenn hier gepfuscht wird, hat das etliche Folgen für Deine Gesundheit.

Die Trümpfe Deines Körpers, um eine Übersäuerung vorzubeugen

Zum Abpuffern von Säuren benötigt der Körper basische Lebensmittel bzw. Mineralien. Ist die Säurelast zu hoch und stehen nicht ausreichend Mineralien zum Abpuffern zur Verfügung, hat Dein Körper immer noch ein paar Trümpfe gegen eine hohe Säurelast im Ärmel.

Trumpf 1: Dein Körper verwendet zum Abpuffern von überschüssigen Säuren, Mineralien aus seinen prallgefüllten Vorratsspeichern:

Der größte Speicher Deines Körpers sind sowohl Deine Knochen, als auch die in Bindegewebe, Sehnen, Bändern und Haaren enthalten Mineralspeicher, die der Körper bei zu hoher Säurelast leert. Die Folgen: Bindegewebsprobleme, Osteoporose, sprödes und mattes Haar…

Trumpf 2Dein Körper benutzt Notausgänge für überschüssige Säuren und Gifte:

Über die Haut und die Schleimhäute beginnt Dein Körper vermehrt, Gifte und Säuren loszuwerden. Pickel, Sodbrennen, Ekzeme, Neurodermitis sind die Folgen einer zu hohen Säurelast Deines Körpers.

Trumpf 3: Dein Körper verlagert überschüssige Säuren in Notlager:

Die letzte Möglichkeit, die der Körper hat, ist die Einlagerung von Säuren, die nicht mehr ausgeschieden werden können. Gute Notlager sind zum Beispiel neue Fettzellen und Dein Bindegewebe.

Nur im sauren Milieu entstehen Krankheiten

Otto Heinrich Warburg

Dr. Otto Warburg, Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 1931

„Alle Krankheiten entstehen im sauren Milieu.“

Schon 1931 wurde Dr. Otto Warburg der Medizinnobelpreis für seine Erkenntnis, dass alle Krankheiten im sauren Milieu entstehen (auch Krebs). Damit Du gesund und glücklich 120 Jahre alt wirst, brauchst Du also basische Zellen!

Übersäuerung vorbeugen: 5 Schritte

1. Der nicht funktionale Darm – die Ursache einer Säure-Massenproduktion

Ist Dein Darm in seiner Funktion gestört, ist er nicht in der Lage, Nahrung vollständig zu verdauen. Unverdaute Lebensmittel beginnen im Darm zu verfaulen und bilden Gifte, sogenannte Myotoxine. Ein kranker Darm ist also in der Lage, Deinen Körper innerlich zu vergiften und zu übersäuern. Ich habe schon mehrmals in Stuhlproben von Community-Mitgliedern zu viele Fäulnisbakterien im Darm festgestellt – die Anzeichen für eine eigene Mülldeponie im Darm …

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung kranker Darm
Übersäuerung vorbeugen: Ein gesunder Darm ist Dein Schlüssel.

Was wirklich hilft: Darmkur anstatt Entsäuerungskur 😉

Jedes Auto wird mindestens einmal pro Jahr zur Wartung gebracht. Und so will es Dein Darm. Durch diese jährliche Wartung des Darmes sorgst Du dafür, dass Dein Verdauungsfeuer aktiv bleibt. Erlischt Dein Verdauungsfeuer, werden Lebensmittel nicht mehr optimal verdaut. Sie bleiben im Darm liegen und beginnen zu gären. Die Folge: Der Körper übersäuert. Mit der Dr. Friederike Feil Darmkur sorgst Du für ein immer brennendes Verdauungsfeuer: In nur 17 Tagen reinigst Du Deinen Darm von schädlichen Fäulnisbakterien, reparierst Deine Darmschleimhaut und entsäuerst Deinen Körper nachhaltig!

2. Übersäuerung vorbeugen heißt Alkohol weglassen!

Dr. Friederike Feil Akademie Blog gesundes Leben Mythos Uebersaeuerung Rotwein
Alkohol übersäuert Deinen Körper.

Das tägliche Gläschen Rotwein – für viele zur Gewohnheit geworden – ist fast schon ein Muss für die Deutschen. Doch ist Rotwein wirklich so herzstärkend, wie immer behauptet wird? Alkohol schwemmt nicht nur wichtige basische Mineralien aus dem Körper, sondern hemmt zudem die Fettverbrennung! Dadurch fallen mehr Abfallstoffe in Deinen Zellen an, denn die Zellen müssen jetzt vermehrt auf die Kohlenhydratverbrennung umstellen. Dadurch entstehen große Mengen an Säuren (z. B. Milchsäure). Gleichzeitig kann durch den Konsum von Alkohol anfallende Harnsäure nicht ausgeschieden werden.

3. Saure Nahrung = saure Menschen? Basische Ernährung gegen Übersäuerung!

Ob die heruntergezogenen Mundwinkel des typischen Westlers durch die Art der täglichen Ernährung entstehen, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Bekannt ist jedoch, dass Weißbrot, Zucker, Wurst und Süßstoffe Deinen Körper sauer machen. Durch diese Lebensmittel entstehen große Mengen an Schwefel-, Phosphat-, Harn- und Essigsäuren …

Ohne die puffernde Wirkung von basischen Mineralien aus Gemüse, Nüssen, Kräutern und Gewürzen ist die westliche Ernährungsweise eine Katastrophe für die Zellen. Die Zellen ersticken unter der Säurelast dieser Ernährungsweise.

4. Stress überwinden – Übersäuerung vorbeugen

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In Stress, Hetze und Eile kann kein Glück, keine Gesundheit und kein basischer Körper entstehen! Bei Stress werden die Stresshormone Aldosteron und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone führen zur Wiederaufnahme von Natrium und Wasser in den Nieren. Gleichzeitig werden überschüssige Säuren und Stickstoff ebenso wie die basenbildenden Mineralien (Magnesium, Calcium und Kalium) vermehrt ausgeschieden.

Durch die Wiederaufnahme von Natrium kommt es zudem zum Ungleichgewicht von Natrium und Kalium in den Zellen. Da besonders Kalium unerlässlich für die Entsäuerung der Zellen (Natrium-Kalium-Pumpe) ist, können Deine Zellen nicht mehr optimal entsäuern; ihre Energieproduktion ist eingeschränkt und sie mutieren – im schlimmsten Fall – zu Krebszellen.

Lerne deshalb, effektiv zu entspannen und bringe Dein parasympathisches Beruhigungssystem wieder auf Hochtouren. Unser Versprechen: Nach sechs Tagen fühlst Du dich wie nach drei Wochen Urlaub! Reserviere jetzt Deinen Platz beim Energie-Retreat.

5. Umweltbelastung reduzieren- Übersäuerung vorbeugen!

Abgase, Chemie in Kosmetika, Shampoos, Duschgels, Putzmitteln und Lebensmitteln sowie Elektrosmog in Form von Handystrahlung, Computern etc. sind ebenfalls eine tägliche Herausforderung für Deine Zellen. Sie arbeiten nur noch auf Sparflamme und produzieren mehr „Abfall“. Ich empfehle daher, möglichst auf natürliche Körperpflege umzusteigen, zusätzlich basische Mineralien einzunehmen und – zumindest nachts – das WLAN auszuschalten. Bevor ich ins Bett gehe, gönne ich mir regelmäßig ein „Betthupferl“ in Form von Magnesiumcitrat und Vitamin C, sodass meine 70 Billionen Zellen auch in der Großstadt Berlin gut funktionierende und verlässliche Mitarbeiter bleiben.

Entsäuerung braucht Zeit & Geduld!

Entsäuern braucht Geduld. Zehn Jahre Übersäuerung bedeuten ein Jahr aktive Entsäuerungstherapie. Selbst meine 20 Jahre Leistungssport befinden sich noch in meinem Gewebe. Momentan arbeite ich daher eifrig daran, die Säuren Stück für Stück aus meinem Körper zu bekommen. Mach mit – das bist Du Dir wert!

Zusammenfassung:

  • Übersäuerung ist weder Mythos noch Geldmacherei.
  • Trotz basischen Blutes können Deine Zelle übersäuert sein.
  • Die Messung im Urin ist ein guter Indikator, um die Säurelast Deines Körpers festzustellen.
  • Krankheiten entstehen immer in saurem Milieu
  • Stärke Deinen Darm, verändere Deine Ernährung, meide Stress und verabschiede Dich von Deinem übersäuerten Körper.

Mach jetzt Deine Entsäuerungskur!

In nur 17 Tagen Dr. Friederike Feil Darmkur lernst Du, wie einfach eine basische Ernährung sein kann. Mach Dir keine Sorgen, wenn Du noch nie wirklich für Dich gekocht hast: die Rezepte sind super lecker und so einfach. Und ganz „nebenbei“ stößt Du die Entgiftung Deines Darms und aller Deiner Strukturen an. Dadurch entsäuert Dein Körper. Nach zweieinhalb Wochen fühlst Du Dich wie ein Tiger!

Literaturverzeichnis

  • Hahn, A.; Ströhle, A.: Bedeutung von Ernährungsfaktoren für den Säure-Basenhaushalt – gegenwärtiger Stand der Diskussion
  • Bushinsky, D.; Frick, K. (2000): The effects of acid on bone. Current Opinion Nephrol Hypertension, 9:369-79
  • Bushinsky, David A.: Acid-base imbalance and the skeleton. (2001) European Journal of Nutrition 2001; 40:238-244
  • Manz, M. (2001): History of nutrition and acid-base physiology. European Journal of Nutrition; 40189-199
  • New, S. (2002): The role of the skeleton in acid-base homeostasis. Proc Nutr Soc; 61:151‑ 164
  • Remer, T: Influence of diet on acid-base balance. Semin Dial 2000; 13:221-6
  • Harris, S.; Ottaway J.; Todd, K.; Morris, R. (1994): Improved mineral balance and skeletal metabolism in postmenopausal women treated with potassium bicarbonate N Engl J Med 1994;330:1776-81
  • Vormann, J.; Daniel, H.: Editorial. Eur J Nutr 2001; 40:187-88
  • Adler, S.; Fraley, D. (1977): Potassium and intracellular pH. Kidney International, Vol. 1, p. 43-44)
  • Siener, R. (2006): Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt. Ernährungsumschau 53, Heft 5
  • Frassetto, L.; Morris, R. C.; Sellmeyer, D. E.; Todd, K.; Sebastian, A.: Diet, evolution and aging. (2001) Eur. J. Nutr. 40, 200–213
  • Jacob, M. (2018) Mineralstoff- und Säure-Basen-Dysbalance als Risikofaktor für  Zivilisationserkrankungen.
  • Miriman, P.; Yuzbashian, E.; Bahadoran, Z.; Asghari, G.; Azizi, F. (2016) Dietary Acid-Base Load and Risk of Chronic Kidney Disease in Adults: Tehran Lipid and Glucose Study.

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